Heute schreibe ich unterwegs ein paar Reisegedanken auf. Eigentlich mache ich das ja nicht, aber gerade habe ich einfach Lust dazu. Ich bin gerade im IC auf dem Heimweg aus dem wundersch√∂nen Heidelberg, wo ich in einem kleinen Vorort ein Vorstellungsgespr√§ch f√ľr ein Praktikum hatte.

Es war eine angenehme Zeit und die Stadt ist echt herrlich schön. Ruhig. Entspannt. Ich persönlich finde es liegt ein gewisser Zauber in der Luft.

Aber nun zum eigentlichen Grund meines Posts. 6Stunden Fahrt k√∂nnen einen ganz sch√∂n langeweilen ūüėČ Gerade wegen solch wundervollen Momenten und Gef√ľhlen, die ich in St√§dten wie Heidelberg oder letzten Sommer in Amsterdam versp√ľre, kommen in mir oft verschiedenste Gedanken auf. Dann denke ich mir, dass das Leben so bezaubernd sein kann, w√§hrend es einem in anderen Zeiten sonst nur Tritte versetzt. Wie friedlich alles sein kann, wenn man wie am letzten Abend durch eine idyllische und h√ľbsche Altstadt schlendert, die verschwimmende Ger√§uschekulisse h√∂rt und die ganze Welt wie ein kleiner Traum erscheint. Und wie h√§sslich eigentlich woanders auf der Welt das Leben zugeht. Menschen leiden. Oft fragt man sich, wie das nur m√∂glich ist und wie wir so ignorant sein k√∂nnen.

Aber wie lebt man selbst richtig? Was können wir wirklich tun? Das weiß keiner wirklich. So viele Reisegedanken.

Man kann nur sein eigenes Leben bestimmen und „verwalten“. Das was wir tun, bestimmt uns, bestimmt wer wir sind. Unsere Tr√§ume und W√ľnsche machen uns zu dem, was wir sind. Jeder hat √Ąngste. Wenn nicht gerade die Angst vor dem Tod oder Spinnen, vielleicht die Angst etwas zu verpassen, nicht richtig zu leben, sich selbst zu verlieren. Es gibt viele √Ąngste. Die meisten sind tief in uns verborgen und kommen nur in vereinzelten Momenten zum Vorschein. Aber egal wie sehr einen das Leben auch tritt, man sollte immer wieder aufstehen. Denn was man aus jeder Situation macht, dass entscheidet man schlie√ülich selbst. Man hat die Wahl aufzugeben oder das Beste aus sich selbst herauszuholen. Tr√§ume nicht zu verschwenden, sie zu leben und zu verfolgen. Mit seinen Gaben und Talenten zu helfen. Sich selbst nicht h√§ngen zu lassen. Schlie√ülich lebt man doch nur einmal. Du bestimmst dich, deine Ideale, deine Ziele.

Man kann sich aber auch im Suchen nach sich selbst verlieren, indem man immer versucht sich zu kontrollieren und Gewisse Ideale zu erreichen, die einen in eine gew√ľnschte Pers√∂nlichkeit verwandeln. Manchmal – sehr oft sogar – denken wir zu viel nach anstatt ein Risiko einzugehen. Die Liebe annehmen, weil wir Angst haben erneut verletzt zu werden. Einfach etwas f√ľr uns selbst tun, was wir immer wollten. „Ach das geht irgendwann auch noch…“, sagen wir uns. Aber was ist wenn wir damit gerade das verpassen, was wir wirklich tun sollten?

Fakt ist, niemand kann uns sagen wie wir richtig zu leben haben. Es gibt weder richtig noch falsch. Es gibt nur das, was unser Herz will. Wenn wir uns wohl f√ľhlen, sollte alles andere egal sein. Und so wie man sich in sich selbst verlieren kann, habe ich mich in meinen Reisegedanken verlaufen. So ist das nun mal wenn man zu viel Zeit bei einer Zugfahrt hat. ūüôā

Ich denke, dass wir uns wieder mehr auf unser Herz als unseren Verstand verlassen sollten. Genie√üen, k√§mpfen wenn wir m√ľssen, uns einsetzen und das tun, was man selbst will und nicht jemand anderes f√ľr einen m√∂chte.

Wenn man wirklich will, kann man auch – da ist nichts unerreichbar! Das habe ich vom Leben gelernt.
Liebe Gr√ľ√üe (;

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