Die Geschichte handelt von einem kleinen Kind. Ein Kind, das neugierig und vorurteilslos durch die Welt zieht. Mit offenen Armen geht es auf alles und jeden zu. Nichts h√§lt seine Tr√§ume auf, es f√ľhlt sich frei und unbeschwert. Es ist frei und unbeschwert. Die Zeit vergeht und das Kindchen wird gr√∂√üer. Die ersten kleinen Ungerechtigkeiten kreuzen den Weg, es bekommt mit, dass nicht alle Menschen so nett zu ihm sind. Trotz allem schreitet es eifrig und wissbegierig, voller Lebensmut voran. Lernt was es hei√üt zu k√§mpfen, niemals aufzugeben. Wird √§lter und die Jugend ist nat√ľrlich furchtbar schwer. Alles ist ein Weltuntergang. Egal was. Nun ist das Kind so langsam erwachsen und zieht in eine neue Stadt, lernt neue Leute kennen und ist  noch unbeschwert und vorurteilslos.

Die Zeit vergeht wie im Flug und das Leben schreitet voran. Das Kind lernt zu lieben. Dann der erste richtige, lang andauernde Herzschmerz. Der kleine Mensch erfährt was es heißt wenn es ausgenutzt und verstoßen wird. Lernt was es heißt einen anderen Menschen ungewollt zu verletzen. Es gibt nicht auf, es kämpft eine sehr lange Zeit mit sich. Die Zeit hat ihm gezeigt, dass es nicht immer leicht ist. Die Zeit hat ihm gezeigt, dass es Menschen gibt, die nicht nur gutes wollen. Die Zeit hat ihm gezeigt, dass Wunden langsam heilen, aber Narben immer bleiben.

Urpl√∂tzlich hat das Kind das Gef√ľhl, dass wieder alles gut ist. Die Welt ist wundervoll, es lebt. Wieder. Hat zu sich selbst gefunden und ist nun ein junger Erwachsener geworden, mit voller Freude auf heute und morgen. Auf das Hier & Jetzt. Dieses Kind ist mit sich selbst vollkommen im Reinen. Ist stark geworden. F√ľhlt sich freier wie nie zuvor. Aber tief im Inneren ist es unsicher und auch mal √§ngstlich. Hat Angst wieder verletzt zu werden, doch scheut das Morgen nicht mehr.

Und dann ein neuer Abschnitt. Das Kind l√§sst sich auf Neues ein, sodass es wieder verletzt werden  k√∂nnte. L√§sst alle Vorurteile, die es aufgebaut hat fallen. L√§sst die Angst hinter sich, es hofft, es bangt und geht nach vorne. Wundervoll bl√ľht der junge Mensch auf und f√ľhlt sich sicher und geborgen. Die Zeit vergeht und die ersten Dinge gehen schief. Doch das kleine hoffnungsvolle Kind gibt nicht auf und k√§mpft. Es hat ja schlie√ülich gelernt f√ľr das, was einem wichtig ist zu k√§mpfen. Es hat gelernt, dass nicht immer alles leicht ist. Das Kleine, es setzt sich ein. Hofft. Das kann es gut.

Der Mensch lernt, dass er nicht immer Kind sein kann. Er erf√§hrt erneut, dass die Menschen selten sind, was sie vorgeben.  Nicht jeder meint es gut mit ihm, nicht jeder behandelt das Kind gut. Nicht jeder ist bereit genauso viel zu geben. Er – der Mensch – muss erwachsen werden.

Und trotzdem hofft das Kind in ihm weiter. Immer weiter.

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